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Wirtschaftswissenschaften ArtikelDie Wirtschaftswissenschaft (Ökonomik) ist die Lehre von der Ökonomie (von griech.: Oikos = Haushalt). Sie unterteilt sich in die Bereiche Betriebswirtschaftslehre, welche die wirtschaftliche Seite eines Unternehmens innerhalb einer Volkswirtschaft behandelt, sowie Volkswirtschaftslehre, welche die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge und Prozesse in einer Gesellschaft behandelt. Die Wirtschaftsinformatik trat Mitte der 1980er Jahre als Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaft hinzu. Um wirtschaftstheoretische Modelle empirisch zu überprüfen und ökonomische Phänomene quantitativ zu analysieren werden ökonometrische Methoden eingesetzt.
Ebenso werden die Wirtschaftspädagogik sowie die Wirtschafts- und Sozialgeschichte in dem Rahmen der Wirtschaftswissenschaft berücksichtigt.
Siehe auch: Portal Wirtschaft, Wirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Liste von Ökonomen, Ökonomischer Imperialismus----
Buch-Tipp: Die zwölf wichtigsten Ökonomen der Welt. Von Smith bis Stiglitz Guter Überblick wichtiger ökonomischer Denker Zwar läßt sich darüber streiten, wer denn nun die zwölf wichtigsten Ökonomen der Welt sind, aber dennoch hat Herausgeber Réne Lüchinger eine gute Wahl getroffen: Smith, Ricardo, Marx, Walras, Keynes, von Hayek, Drucker, Friedman, Nash, Sen, de Soto und Stiglitz. Das Buch teilt sich so denn auch... | |
Die Geschichte der Wirtschaftswissenschaft ist fast so lang wie die Menschheitsgeschichte, denn "Oikos" (griechisch), von dem sich der Begriff Ökonomie ableitet, beschäftigt sich mit dem Haushalten.
Die großen Denker der Antike und des Mittelalters gelten als Ahnherren der Wirtschaftswissenschaft. Als Geburtsstunde der Wirtschaftswissenschaft in der heute verstandenen Form als Forschungsdisziplin mit eigenständigen Theoriegebilden gilt das Jahr 1758, in welchem der französische Arzt Francois Quesnay sein Tableau économique veröffentlichte. Durch die Beobachtungen am Hofe Ludwigs XV. angeregt beschrieb der damals 64-jährige Gelehrte in seinem Werk die Abhängigkeiten von Geld- und Güterströmen und damit den Einkommenskreislauf eines Landes.
Buch-Tipp: Gesundheitsökonomik (Springer Lehrbuch) sowohl einführend als auch vertiefend: gelungen ! Ich habe dieses Buch innerhalb meiner Diplomarbeit sowohl an der Uni HD in dem Fach VWL als auch innerhalb meines Auslandsstudiums in den Vereinigte Staaten Amerika in dem Fach Health Econ genutzt. Das Buch ist insgesamt sehr zu empfehlen. Jedoch sind einige Dinge zu beachten:- Das Buch ist inhaltich sehr anspruchsvoll (abstrakt,... |
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Die wirtschaftswissenschaftliche Diskussion ist geprägt durch verschiedene Annahmen über den Menschen, sein individuelles Nutzenmaximum und einem sozialen Wohlfahrtsoptimum in der jeweiligen Gesellschaft.
Buch-Tipp: Humanomics. Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft Ein Buch ist keine Kolumne Das neue Buch von Uwe Jean Heuser zu lesen, war für mich Pflicht. Weniger weil ich frühere Werke und einige Kolumnen von ihm kenne, sondern weil er nun von Dingen spricht, die mich seit zwanzig Jahren beschäftigen. Heuser geht also der Frage nach, was der Abschied vom Homo oeconomicus für die Zurückgebliebenen bedeutet.... |
Industrial Organization (IO) | |
Gegenstand der Industrial Organization ist die der mikroökonomischen Preispolitik entspringende Frage nach der optimalen Allokation, die durch einen funktionsfähigen Wettbewerb realisiert wird. In dem Mittelpunkt steht das Marktstruktur-Marktverhalten-Marktergebnis-Paradigma, welches durch die Analyse relevanter Umweltschichten Parallelen zur Managementforschung aufweist: So wirkt das Zusammenspiel aus Organisationsfähigkeit und Umweltbedingungen (Marktstruktur ) über die Strategie (Marktverhalten ) auf das Unternehmensergebnis (Marktergebnis ).
Behandlungen zu dem Zusammenhang zwischen Marktstruktur und Marktergebnis sind in dem Rahmen der IO durchgeführt worden, welche sich insbesondere um die Erklärung der Erfolgsunterschiede in dem Interbranchenvergleich bemüht. Parallelen zwischen Managementfragen und IO sind vor allem in inhaltlicher Hinsicht und dem relevanten Umweltausschnitt zu sehen. So wirkt das Zusammenspiel aus Organisationsfähigkeiten und Umwelt (Struktur) über die Strategie (Verhalten) zu dem Unternehmenserfolg (Ergebnis).
Insgesamt lassen sich drei Richtungen unterscheiden:
- Harvard School: In dem Rahmen des Harvard School-Ansatzes, unter anderem vertreten durch Bain, Clark und Baumol, werden Branchen deskriptiv-analystisch bzw. handlungstheoretisch behandelt, wobei der potenzielle Wettbewerb als die wesentliche Determinante einer guten Performance (Marktergebnis) angenommen wird. In dem Unterschied zur Chicago School kann es für Vertreter der Harvard School durchaus akzeptabel sein, wenn das Marktergebnis durch potentiellen Wettbewerb erreicht wird.
- Chicago School: Sie wird u. a. vertreten durch McGee sowie Stigler, die davon ausgeht, dass der Wettbewerb funktionsfähig ist wenn genügend tatsächlicher oder potenzieller Wettbewerb vorhanden ist. Dieser normativ-analytische bzw. wohlfahrtsökonomische Ansatz bildet die Grundlage für eine präventive Antitrustpolitik und Entflechtungsempfehlungen. Die Vertreter der Chicago-School üben Kritik am Structure-Conduct-Performance-(SCP-)Paradigma, da individuelle Unternehmenserfolge bzw. überdurchschnittliche Gewinne einzelner Unternehmen nicht auf mangelnden Wettbewerb durch Marktbarrieren und Konzentration, sondern auf die Unternehmensfähigkeiten zurückzuführen sind.
- (Neue) Österreichische Schule ((New) Austrian School): Der Austrianismus entwickelte sich vorwiegend in dem deutschsprachigen Raum und knüpft an das Schumpetersche Unternehmerkonzept an. Er wird u.a. vertreten durch Heuß, von Hayek, und Erich Hoppmann . In dem Mittelpunkt der Austrian School-Behandlungen stehen vor allem Wettbewerbsbeschränkungen. Aufbauend auf dieser wettbewerbstheoretischen Konzeption werden seit Beginn der 90er Jahre wettbewerbsorientierte Strategien entwickelt, die als (Neo-)"Austrian School of Strategy" genannt werden. Diese Ansätze stellen Unternehmensressourcen in den Mittelpunkt strategischer Betrachtung und beschäftigen sich mit Such- und Selektionspozessen.
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Die Methodenfragen und -postitionen in den Wirtschaftswissenschaften sind durch vier Methodendebatten gekennzeichnet:
- Historismus(-debatte)
- Werturteil(-sdebatte)
- Positivismus(-streit)
- Kuhninismus(-debatte)
Siehe auch: Betriebsprozess
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- Pribram, Karl: A History of Economic Reasoning. Johns Hopkins University Press 1983.
- Pribram, Karl: Geschichte des ökonomischen Denkens. Übersetung der Originialausgabe A History of Economic Reasoning. Erster und zweiter Band. Frankfurt/M.: Suhrkamp Verlag 1998. ISBN 351828956X.
- Frank, Jürgen: Kritische Ökonomie
- Kromphardt/Clever/Klippert: Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
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